Die Geschichte von Krümel Keks

Da sich schon alle Mamas im Web batteln, wer die tollsten Weihnachtskekse backt und lauter „In der Weihnachtsbäckerei“ singt, muss auch ich mir etwas einfallen lassen.

Hier mein Angebot: Die Geschichte von Krümel Keks. Viel Spaß beim Lesen und Vorlesen!

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Es war einmal ein junger Mann, der hieß Krümel Keks. Krümel war heimlich verliebt. Im letzten Winter hatte er SIE gesehen. Sie waren sich im Schnee begegnet. Bei klirrender Kälte. Ganz zufällig. Er hatte sich nicht getraut, sie anzusprechen. Zudem hatte er es eilig gehabt. Er war auf dem Weg zu seiner Oma gewesen, um seine Winterferien bei Ihr zu verbringen. Eine Woche später – auf dem Rückweg – hatte er sehr gehofft, sie noch einmal zu treffen. Doch leider war das Glück nicht auf seiner Seite gewesen. Was ihm blieb war einzig seine Erinnerung. An ihr Strahlen. An ihre gerade Haltung. An ihre Rundungen.

Ein ganzes Jahr war vergangen und er hatte oft an sie gedacht. Den ganzen Sommer über hatte er sich gefreut, sich wieder auf die Reise zu seiner Oma zu machen. Wieder dieselbe  Route zu nehmen. Wieder SIE zu treffen.
So stapfte er – beladen mit seinem Säckchen und großer Hoffnung – durch den schneebedeckten Wald. Er war so sehr in Gedanken, dass er nichteinmal merkte, dass es Nacht geworden war. Er schaute zu den Sternen ….

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… versprach hoch und heilig, sein letztes Hemd zu geben, würde er sie noch einmal wiedersehen.

In seine Träumen hörte er Hochzeitsglocken läuten.

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Moment! Da raschelt doch etwas hinter der Tanne. Ist es vielleicht sie? Leider nein! Plötzlich stand ein kleiner Bursche vor ihm.

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Der Unbekannte fing direkt das Plappern an: „Ich habe gehört, du hast ein Hemd zu vergeben. Zufällig brauche ich noch ein Weihnachtsgeschenk für meinen Bruder. Zum Tausch biete ich dir diesen Glückspilz!“ Er zupfte an seinem Säckchen und reichte Krümel einen funkelnden kleinen Pilz.

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„Wenn du diesen Pilz bei Dir trägst, wird das Glück mit Dir sein.“ Krümel zögerte keine Minute und zückte sein Hemd zum Tausch.

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Er verabschiedete sich von seiner unbekannten Begegnung und drückte den Pilz fest an sich und dachte an sein Glück. Dachte an SIE.
Hinter der nächsten Tanne stand SIE. Ja, das war sie! Genau wie er sie in Erinnerung hatte. Ihre kleine Stupsnase glänzte im Mondschein.

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Er nahm all seinen Mut zusammen und schenkte ihr – ohne nach ihrem Namen zu fragen – sein Herz. So viel Mut hatte noch keiner bewiesen und da sie weder hören noch sprechen konnte, war Krümel Keks genau der Richtige für sie.

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Krümel blieb bei ihr. So standen sie da.
Dann, eines Morgens, als er den ersten Frühlingsstrahl sah, war sie verschwunden. Tief in seinem Herzen wußte er, dass er sie nächstes Jahr wiedersehen würde. Er müßte nur an sein Glück glauben. Und falls alle Stricke reißen würden? Dann hatte er ja noch den Pilz!

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Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen und vorweihnachtlichem Träumen.
Eure Marie Backen_Blog_1 Backen_Blog_2

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3 Kommentare

  1. Wenn Melle geklingelt hätte, wären weder Kekse noch die Geschichte fertig geworden. Und es gäbe kein „Happy End“.

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